Der BGH hat am 15.02.2017 unter dem Aktenzeichen IV ZR280/15 ein Urteil eindeutig festgelegt:

„Der Versicherer ist wegen der speziellen Ausgestaltung der Berufsunfähigkeitsversicherung nach Treu und Glauben in besonderer Weise gehalten, seine überlegene Sach – und Rechtskenntnis nicht zum Nachteil des Versicherungsnehmers auszunutzen. Objektiv treuwidrig handelt der Versicherer, der bei naheliegender Berufsunfähigkeit die ernsthafte Prüfung seiner Leistungspflicht durch das Angebot einer befristeten Kulanzleistung hinausschiebt und so das nach Sachlage gebotene Anerkenntnis unterläuft. Derartige Vereinbarungen fordern vor ihrem Abschluss klare, unmissverständliche und konkrete Hinweise des Versicherers darauf, wie sich die vertragliche Rechtsposition des Versicherungsnehmers darstellt und in welcher Weise diese durch den Abschluss der Vereinbarung verändert oder eingeschränkt wird.“

Kurzum: Wenn eine Versicherung Ihre Leistungspflicht im Falle der Berufsunfähigkeit nur für einen bestimmten Zeitraum anerkennt, dann muss das eindeutig dem Kunden so mitgeteilt werden.

Nicht nur, dass der BU – Leistungsfall hier hier vorliegenden Vorgang auch ohne medizinischen oder juristischen  Sachverstand recht deutlich erscheint, es ist neben der unbegründeten Ablehnung vor allem der Versuch, sich entgegen der höchstrichterlichen Vorgaben, sich durch ein Hintertürchen aus der Affäre zu ziehen, die uns an dieser Stelle fassungslos macht.

Der Fall wurde vom Landgericht Lübeck am 17.08.2018 unter dem Aktenzeichen 4 O 170/16 ausgeurteilt. Natürlich hat der Kunde gewonnen. Vielleicht hätte ein anderer Berater auch lieber eine andere Gesellschaft empfohlen – zum Beispiel eine die für eine saubere, richtige und schnelle Leistungsregulierung bekannt ist.

Den kompletten Sachverhalt können Sie hier Nachlesen:

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